Die Ausgangslage auf einer Seite erklären
Die erste Darstellung sollte beantworten, was vorhanden ist, wodurch die Situation entstanden ist, welche Fristen laufen und welches Ziel die Beteiligten verfolgen. Eine Finanzierungslücke aufgrund gestiegener Baukosten ist anders zu bewerten als ungeklärtes Baurecht, ein Gesellschafterkonflikt oder ein wirtschaftlich nicht tragfähiges Nutzungskonzept.
Ein guter Kurzüberblick benennt auch offene Punkte. Transparenz über fehlende Unterlagen oder noch nicht bestätigte Annahmen schafft mehr Vertrauen als ein scheinbar vollständiges Bild, das in der Due Diligence zusammenbricht.
Projekt, Kosten und Finanzierung synchronisieren
Bautenstand, Vergaben, offene Nachträge, Restleistungen und technische Risiken müssen mit der aktuellen Kosten- und Liquiditätsplanung übereinstimmen. Bereits gezahlte Kosten, offene Verbindlichkeiten, Kosten bis Fertigstellung, Reserven, Zinsen und Vermarktungsaufwand sind getrennt darzustellen.
Auf Finanzierungsseite sind Darlehensstände, Fälligkeiten, Kündigungen, Covenants, Sicherheiten, Ränge und erforderliche Ablösebeträge entscheidend. Nur so lässt sich erkennen, ob neues Kapital einen werthaltigen Meilenstein erreicht oder lediglich bestehende Lücken verschiebt.
- Bautenstand und Fotodokumentation
- Aktuelle Kosten- und Liquiditätsplanung
- Darlehen, Sicherheiten und Fälligkeiten
- Offene Verträge, Vergaben und Nachträge
- Kapitalbedarf bis Genehmigung, Fertigstellung oder Exit
Gesellschaft und Transaktionsebene mitprüfen
Bei einer Objekt- oder Projektgesellschaft benötigen Investoren eine Übersicht zu Anteilen, Gesellschafterdarlehen, wesentlichen Verträgen, Verbindlichkeiten, Rechtsstreitigkeiten und Entscheidungsrechten. Dies bestimmt, ob ein Share Deal, Teilanteilserwerb oder Joint Venture überhaupt sinnvoll prüfbar ist.
Alternativ können Asset Deal, Forderungserwerb, Ablösung, Projektübernahme oder geordneter Verkauf betrachtet werden. Die Szenarien sollten anhand von Kapitalbedarf, Zeit, Kontrolle, Haftungsumfang und erwartetem Nettoergebnis verglichen werden.
Ein gestufter Prozess schützt Zeit und Vertraulichkeit
Nach anonymisiertem Teaser und erster Kapitalqualifikation erhalten passende Parteien einen priorisierten Unterlagensatz. Erst danach wird der Datenraum erweitert und die technische, rechtliche, steuerliche und finanzielle Due Diligence vertieft.
DD Invest strukturiert die immobilienwirtschaftliche Ausgangslage, gleicht mögliche Transaktionswege mit passenden Kapital- und Käuferprofilen ab und koordiniert den Prozess. Fachprüfungen und finale Freigaben verbleiben bei den zuständigen Beratern und Entscheidungsträgern.
Häufige Fragen
Muss ein vollständiger Datenraum vor der ersten Ansprache vorliegen?
Nein. Für den Einstieg ist ein konsistenter, priorisierter Unterlagensatz wichtiger. Fehlende Informationen müssen jedoch klar benannt und mit einem Plan zur Nachlieferung versehen sein.
Kann DD Invest neben einem Verkauf auch neues Kapital suchen?
Ja. Je nach Tragfähigkeit können Verkauf, Rekapitalisierung, Joint Venture, Anteilserwerb, Forderungslösung, Projektübernahme oder Fertigstellungskapital parallel geprüft werden.
Was ist der häufigste Fehler bei einem Projekt in Schieflage?
Häufig werden Zeitdruck und vollständiger Kapitalbedarf unterschätzt. Eine Lösung muss nicht nur den heutigen Engpass, sondern den Weg bis zum nächsten realistischen Wertschritt oder Exit finanzieren.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er stellt weder ein Angebot noch eine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder Finanzierungsberatung dar. Angaben und mögliche Strukturen sind im konkreten Fall durch die jeweils zuständigen Fachberater und Entscheidungsträger zu prüfen.

